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Autor: Betreff: Mann beißt Hund

Posting Freak





Beiträge: 75
Angemeldet: 16.2.2002
Status: Offline

  erstellt am: 21.7.2002 um 21:38
hallo ...


Nun ja, puh, also, wer erklärt mir den Film ...? Ich bin irgendwie schon ein wenig ratlos. Es handelt sich hierbei wohl um eine "Satire"?!
Imo ist es ein sehr harter und böser Film, bei dem mir ehrlich gesagt, eher seltener zum Lachen zu Mute war. Soll man lachen? Ich habe kA. ...Tja, jedenfalls ist er recht suggestiv und gibt mir zu denken. Das soll er wohl?!
Meine Ideen: Gewalt ist nicht komisch, Gewalt und Medien gehen wohl oftmals, zunächst unbemerkt, eine sehr fragliche Beziehung miteinander ein, schließlich werden "die Medien" zum Mittäter. Ja?!
Tja, ich hatte keine Ahnung, was mich eigentlich so erwartet und bin nun einigermaßen schockiert, durcheinander etc. Für mich ein wirklich sehr provokanter und "alarmierender" Beitrag zum Thema "Gewalt und Medium Film" ...

eure Meinung? ...

 
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Senior Member



Beiträge: 10
Angemeldet: 21.4.2002
Status: Offline

  erstellt am: 22.7.2002 um 13:20
Hi, ist zwar jetzt schon einige Zeit her, dass ich diesen Film erstmals gesehen habe, jedoch schockiert hat mich der zugegebenermaßen recht gute Film nicht.

Ich verstehe den Film natürlich als Satire. Das große Plus ist dabei, dass er meines Erachtens unglaublich gut und eindringlich gedreht wurde. Viel besser jedenfalls als der in eine ähnliche Kerbe schlagende "NBK".

Weiß jemand, ob die Macher dieses Filmes (Name des Regisseurs entfallen) noch jemals was gedreht haben?

Grüße
Sepp


 
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Posting Freak



Beiträge: 75
Angemeldet: 16.2.2002
Status: Offline

  erstellt am: 22.7.2002 um 15:12
Rémy Belvaux & André Bonzel haben lt. imdm und allmovie.com
nichts mehr gemacht! Das hat mich ziemlich verwundert.
Benoît Poelvoorde (Ben), der wohl auch an der Regie beteiligt war ist noch bei weiteren Projekten, vorwiegend als Darsteller, aufgelistet...

Btw: Der Film ist schon irgendwie gut ..., nur habe ich etwas verhalten reagiert, weil es letztlich nicht die Art der Satire ist, die einen laut lachen läßt. Und somit auch nicht der "Kultfilm", als der er wohl häufig bezeichnet wird. Dafür könnte ich mir den Film nicht immer und immer wieder anschauen. Imo ist es einfach ein brutales und herausforderndes Werk. NBK geht da recht ähnliche Wege, ist aber wirklich ziemlich schlecht und im Vgl. zu MBH auch weniger konsequent und verstörend.

 
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Posting Freak



Beiträge: 84
Angemeldet: 29.1.2002
Status: Offline

  erstellt am: 23.7.2002 um 18:41
quote:

Btw: Der Film ist schon irgendwie gut ..., nur habe ich etwas verhalten reagiert, weil es letztlich nicht die Art der Satire ist, die einen laut lachen läßt. Und somit auch nicht der "Kultfilm", als der er wohl häufig bezeichnet wird. Dafür könnte ich mir den Film nicht immer und immer wieder anschauen. Imo ist es einfach ein brutales und herausforderndes Werk. NBK geht da recht ähnliche Wege, ist aber wirklich ziemlich schlecht und im Vgl. zu MBH auch weniger konsequent und verstörend.


Nun, das kommt wohl auf die subjektive Sicht an, ich konnte bei dem Film sehrwohl laut lachen, allerdings nicht an allen stellen. Die Vergewaltigung in der Küche z.B. fand ich schon recht hart, aber grade wenn ein Film in einem Moment die Gewaltdarstellung mit schwarzem Humor erträglich, ja regelrecht "schmackhaft" macht, es aber schaftt, im nächsten Moment zu schockieren, spricht das finde ich für den Film. Man stellt sich selbst die Frage, was an (filmischer) Gewalt fasziniert und was abstösst. Warum mich Gewaltdarstellung in der Kunst stellenweise fasziniert weis ich auch nicht, aber solange ich zwischen Realität und Fiction unterscheiden kann und mir im wirklichen Leben übel wird, wenn ich Gewalt/Blut sehe, mach ich mir da auch nicht wirklich sorgen, zumindest spiel ich nicht Counterstrike (hab allerdings ne Slipknot CD...)

 
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Posting Freak



Beiträge: 75
Angemeldet: 16.2.2002
Status: Offline

  erstellt am: 24.7.2002 um 14:38
Man stellt sich selbst die Frage, was an (filmischer) Gewalt fasziniert und was abstösst.

Ja, genau das macht man. Und daher ist der Film auch recht gut.
Aber, ich frage mich, ob er nicht auch Stellung bezieht, bzw. auf die von ihm aufgebrachte Frage eine Antwort gibt... und weil imo, mit Fortdauer des Films die "Lacher" bei mir abgenommen haben, hatte ich den Eindruck, es gibt so etwas wie eine Pointe...
Naja, bei mir war es lange nicht nur die Vergewaltigung, wenn sie auch neben dem Mord an dem kleinen Jungen den schmerzlichen Höhepunkt darstellte. Mein Problem war, dass ich nicht wußte, worüber es zu lachen galt. Zumdem der Film ja bewußt den doku-charakter animmmt. Ich hatte irgendwie das Gefühl, der Zuschauer sollte es auch real annehmen und dann schaun, ob´s wirklich lustig ist. Für mich war es das nicht. Je näher ein FIlm an die Realität rückt - MBH ist natürlich maßlos überzeichnet und weit weit weg, aber er schwört die Realität bewußt herbei- desto schwieriger, bzw. geschmackloser wird es zu lachen. Ich finde den Grad der Gewalt absolut nicht ausschlaggebend.


Gewaltdarstellung in der Kunst stellenweise fasziniert

Solange es Kunst ist - MBH ist das natürlich auch, raffinierterweise schafft er es aber, mir den Eindruck zu vermitteln, dass er keine Kunst- kann ich lange lachen..., weil ich
einfach unschuldig bin, auch insofern als ich mir sicher sein kann, nie das Gesehene in die Realität zu bringen und in der Realität dagegen vorzugehen. MBH läßt mich irgendwie schuldig fühlen. Ich habe den Eindruck mitverantwortlich für manche Grausamkeit zu sein. [einmal überspitzt formuliert!]
Daher ist es letztlich aber ein absoluter "must see" -Film ...und ich bin "froh" ihn endlich gesehen zu haben.

 
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Posting Freak



Beiträge: 22
Angemeldet: 7.1.2002
Status: Offline

  erstellt am: 8.12.2002 um 06:03
quote:

Nun ja, puh, also, wer erklärt mir den Film ...? Ich bin irgendwie schon ein wenig ratlos. Es handelt sich hierbei wohl um eine "Satire"?!
Meine Ideen: Gewalt ist nicht komisch, Gewalt und Medien gehen wohl oftmals, zunächst unbemerkt, eine sehr fragliche Beziehung miteinander ein, schließlich werden "die Medien" zum Mittäter. Ja?!
eure Meinung? ...


Denke ich auch, das ist aber nur der eine Teil.
Wenn ich ein wenig ausholen darf.
Klar ist das ne Satire, ne ganz schwarze. Morden ist hier eine Sache, die wie ein technischer Ablauf, erlernt und optimiert werden kann. Der Held ist ein lässiger, nicht ungebildeter Serienkiller, der seine Profession beherrscht und stolz darauf ist. Und das blökt er ja allenthalben hinaus in die Kamera.

Der ganze Film funktioniert nur, weil man sich am Anfang selbst mit der Filmcrew identifiziert und eine objektivierende Distanz zu diesem Hyperkranken Killer darüber herstellt, indem man sagt: "na gut ich bin halt Zeuge wie die Filmcrew, ich will ja nur objektiv Berichtetes sehen, mal so Mäuschen spielen".

Die Identifikation mit der Filmcrew und der pseudo-dokumentarische objektivierende Charakter sind die Basis. Sie schaffen zu Beginn diese ironische Distanz, bei der man noch lachen kann.

Dann wird jedoch die Filmcrew immer mehr in das Mordgeschehen verwickelt wird, und das verleiht dem Ganzen die verwirrende Note;

Plötzlich beginnt diese schöne Distanz zu schwinden: ähnlich wie die Filmcrew fragt man sich zunehmend, wo eigentlich die Grenze liegt zwischen "Nur Zuschauen" und "Mitmachen". Irgendwie fühlt man sich selbst beim Hingucken immer mehr als Mittäter und das ist der Moment, an dem einem das Lachen im Halse stecken bleibt.


"Mann beißt Hund" sagt ganz einfach, wenn ich es auf eine Formel bringen soll:

Nur so mal Zugucken gibts nicht. Wer Gewalt einfach nur zusieht macht sich mitschudig, wird zwangsläufig zum Mittäter. Wie die Filmcrew (=Medien) zum Mittäter wird, wirst auch DU als Konsument (=Abnehmer) dazu. Deswegen fühlst du dich auch jetzt so Scheiße.

Also nicht nur die Medien werden angeprangert, sondern auch der Konsument und der bist DU (nicht du persönlich natürlich): wie die Filmcrew wolltest du auch nur die skurilen Pfade der Realität besser kennen, von außen, so über deinen Fernsehschirm halt, und jetzt sitzt du da und kannst nichts mehr machen, weil du dich am Anfang schon mit der Filmcrew identifiziert hast.

Und das ist die zweite Botschaft des Films: wer nicht einschreitet und zwar sofort, wird gegenüber Gewalt ohnmächtig, der verliert die Gewalt über seine Entscheidungen/sein Leben.

Das heißt drittens für dich als Konsumenten von Gewalt: wenn du dich weiterhin lechzend, unterhaltungsgeil und identifizierend den Produkten der Medien auslieferst, leistet du Gewalt Vorschub. Oder anders gesagt: verlier nie die Distanz zum Gesehenen oder - wenn du es nicht kannst - lass dich besser darauf erst gar nicht ein.

Filmwolf

 
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Posting Freak



Beiträge: 84
Angemeldet: 29.1.2002
Status: Offline

  erstellt am: 8.12.2002 um 12:20
quote:
[
Das heißt drittens für dich als Konsumenten von Gewalt: wenn du dich weiterhin lechzend, unterhaltungsgeil und identifizierend den Produkten der Medien auslieferst, leistet du Gewalt Vorschub. Oder anders gesagt: verlier nie die Distanz zum Gesehenen oder - wenn du es nicht kannst - lass dich besser darauf erst gar nicht ein.

Filmwolf


Dazu passt bestens BOWLING FOR COLOMBINE, der hervorragende Dokumentarfilm von Michael Moore. Hier wird versucht zu erklären, warum die Amis so waffengeil sind, und diese auch gerne auf sich anwenden, was zur mit Abstand höchsten Mordrate durch Schusswaffen Weltweit führt. Als ein Faktor wird u.a. die Gewaltgeile Medienberichterstattung genannt, die Angst schürt und durch die Unsicherheit und Paranoia meint jeder, er müsse sich bewaffnen um Hab und Gut zu verteidigen. Alles was den Vorgarten betritt wird gleich über den Haufen geschossen, sicher ist sicher!

 
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Posting Freak



Beiträge: 22
Angemeldet: 7.1.2002
Status: Offline

  erstellt am: 8.12.2002 um 20:31
Mitschuld vs. Mitleid:
"Columbine" nähert sich dem Thema halt wirklich dokumentarisch, wodurch noch die Distanz aufrechterhalten wird.
Der Zuschauer empfindet keine Mitschuld wie bei "Mann beißt Hund".

Die Nähe zum Dargestellten bei "Columbine" wird über Betroffenheit (über die Opfer) hergestellt, ein klassisches Verfahren (siehe klassische Tragödie). Der Zuschauer empfindet Mitleid.


Wenn man sich betrachtet wie beide Filme das Wirkunsgverhältnis zw. Zuschauer und Medien beleuchten, dann ist das bei "Mann" das eigentliche Thema, während es bei Columbine nur ein Teil des gesamten Bildes ist.

Wie ich es sehe wird in Columbine so argumentiert:

Ausgangslage: USA haben bei weitem die meisten Mordfälle durch Handfeuerwaffen (auf der gesamten Welt?, in der westlichen Welt?)

Suche nach Gründen:
a) die Anzahl der Handfeuerwaffen und die Möglichkeit sie zu besitzen.
=> Nein: in Canada gibt es genauso viele Waffen pro Einwohner und Moore kauft ja auch in einem canadischen Shop ganz easy Patronen
b) die blutrünstige Geschichte der USA.
=> Nein: ist in GER, UK, FRA genauso blutrünstig, wenn nicht noch blutiger
c) Armut/soziale Gründe:
=> Nein: in Canada ist die Arbeitslosenrate noch höher

Bleiben übrig:
d) das amerikanische Konzept von Eigentum und seine Verteidigung (Gegenkonzept in Canada, wo keiner seine Häuser absperrt)
e) das amerikanische Bewusstsein von Bedrohung überhaupt (bivalente Logik). Und hier scheint der Film den eigentlichen Kern zu besitzen: Bedrohung als psychosoziales Muster wird zum einen in der gesamten amerikanischen Eroberungs-Geschichte verortet (siehe der nette Zeichentrickfilm), zum zweiten aber auch als sozioökonomische Triebfeder gesehen: der Staat hat die Aufgabe über die Medien die Bedrohungsmuster zu schaffen und zu verbreiten, um die economy get going zu halten = den riesigen industriell-militärischen Komplex am Laufen zu halten.
Insofern sind auch die Medien nur Instrumente, manche braver, manche aggressiver, in den Händen von wirtschaftl. Interessen, die wiederum vom Staat "USA AG" verarktet werden.
Und insofern ist auch die NRA nur Ausdruck von d) und seiner Geschichte. Es ist nur der Boden, auf dem die Berohungsmuster reifen können, aber nicht ihre Ursache.

Filmwolf

 
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