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Autor: Betreff: Songs from the second floor

Posting Freak





Beiträge: 75
Angemeldet: 16.2.2002
Status: Offline

  erstellt am: 4.7.2002 um 23:42
(Link zur Filmbesprechung)

hallo ...

ich wollte auch noch einmal etwas loswerden zu dem Film.
Das Folgende habe ich als Reaktion auf Simifilms Kritik -sorry, ich kann das nicht anständig verlinken- geschrieben:

Vor allem das "seltsam anachronistische" und die höchst subjektive Sicht Anderssons haben mir so gut gefallen. Wenn Anderssons meint so endet unsere bürgerliche Gesellschaft bzw. so ist sie und daher endet sie, und wenn er ihr noch einmal einen letzten Tritt versetzt, weil er sich mit ihr vllt. noch nie so recht anfreunden konnte, dann ist mir so ein Statement einfach viel lieber - und ich halte es auch einfach für wichtig einmal eine andere Meinung zu hören - als eine objektiv betrachtet akzeptabele, für jedermann nachvollziehbare Satire. Ich sehe die Welt wohl auch etwas schwärzer als so manch anderer und kann Andersson durchaus nachvollziehen. Die Kritik an der Kirche ist in dieser Weise, zugegebenermaßen für uns ein wenig überholt und wirkt gar aufdringlich, aber, wie das bei Buñuel nun auch schon so war -als man es zu Zeiten "Der Milchstraße" bald langsam leid wurde- liegt hier vllt. eine ähnliche Prägung oder liegen ähnliche Eindücke vor. Ich freue mich über diese Sicht der Dinge, weiß wohl aber, dass es hier um eine persönliche Einschätzung der "Welt" geht, die ich lange nicht teilen muß, die mich aber immerhin überlegen läßt, ob´s denn wirklich schon so schlimm ist. Ich gebe 8,75/10.

[Editiert am 4/7/2002 von Murnau]

[Editiert am 5.7.2002 von walt]

 
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Posting Freak



Beiträge: 26
Angemeldet: 25.3.2002
Status: Offline

  erstellt am: 6.7.2002 um 23:24
Der Film hat mir sehr gut gefallen, vielleicht ist das aus meiner Kritik nicht klar geworden. Ich fand ihn aber als echte Satire - falls das intendiert war - eigentlich misslungen. Es geht mir gar nicht darum, dass Anderssons Weltsicht zu schwarz ist. Im Gegenteil, ich finde sie eigentlich sie eher ein bisschen naiv, weil er die Feindbilder von vorgestern aufgreift. In Songs wird die Welt von einer Bande seniler Greise regiert. Wäre schön, wenn's so einfach wäre. Ist es aber nicht. Schau Dich mal um, wer in der Industrie heute das Sagen hat. Das sind die geschniegelten Herren von McKinsey und Co.. "Dynamische" Jungmanager, die mit Notebook und Handy bewaffnet die Welt regieren. Halbdebile Alte, die Kirche, das Militär, das war alles einmal...
 
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Posting Freak



Beiträge: 75
Angemeldet: 16.2.2002
Status: Offline

  erstellt am: 7.7.2002 um 02:07
quote:
Ich fand ihn aber als echte Satire - falls das intendiert war - eigentlich misslungen.


Ja, falls es so angedacht war, dann ist es schwer nachvollziehbar, weil, ganz richtig, die "Feindbilder" nicht nachzuvollziehen sind. Ganz ehrlich: Ich habe nie wirklich an Satire gedacht, weil der Film so auf mich nicht gewirkt hat.
Es ist imo ganz wie bei Buñuel, da wird auch ein gesellschaftsrelevantes Thema angegangen und es wird stark überzeichnet mit vielen surrealistischen Momenten. Aber, ich zumindest, habe Buñuel und das Wort Satire noch nicht allzu häufig in Verbindung gebraucht. Und wie auch bei Buñuel, kann man hier nicht von einer standrad-typischen Gesellschaftskritik sprechen. Denn, wie erwähnt, ich glaube halt nicht daran, dass hier die heutige Gesellschaft in ihrer Gesamtheit! "karikiert" wird. Es ist viel Persönliches und viel Subjektives zu sehen. Die auftretenden Figuren sind nun auch alles andere als Repräsentanten bestimmter Schichten. Man sieht, aus der Sicht verschiedener Personen, oder auch Gruppen, wie die Welt sich allmälich dem "Ende" naht. Welche Gründe diese Entwicklung nun genau hat, wird imo gar nicht versucht explizit zu sagen. Hier und da läßt sich herbe Kritik an dem Gezeigtem feststellen, aber lange nicht in jeder Szene. Fazit : Ein Film über das Ende der Gesellschaft, der uns einige Personen vorstellt und jeweils zeigt, wie sie das Ende nahen sehen und was sie dazu beigetragen haben, bzw. wie sie sich verhalten. Hierbei wird einiges deutlich, aber eben nichts, was sich 1:1 auf die aktuellen Verhältnisse übertragen läßt. Irgendwo steckt da noch eine tiefer Wahrheit. :rolleyes:. Z.B. wenn man das ganze als düstere Vision nimmt. Dann wären die Alter nämlich nicht mehr als das Feindbild der jüngeren Generation zu verstehen, sondern als das kommende Problem überhaupt, nämlich "sozio-demographisch" betrachtet. Dann sitzen da nicht die Alten, aufgrund der der überholten patriarchalischen Gesellschaftordnung, sondern einfach weil der Nachwuchs fehlt; die Geburtenraten extrem zurückgegangen sind.
D.h. dann, die Alten müssen! trotz Senilität in den verantwortlichen Positionen sitzen. Und was sie da anrichten bekommen wir ja gezeigt. Und es ist ja auch nicht unbedingt Haß, den sie auslösem, eher eine Art Mitleid, ob ihrer Lächerlichkeit, Senilität etc. Was die Kirche und den Glauben angeht, so wird vllt. einfach noch einmal ihr "Wert" untersucht. Und auch hier fällt es ja nicht nur negativ aus. Vielmehr gibt es auch Momente, da deutlich wird, wie sehr den Menschen so manche christliche, durchaus positive Werte, abhanden gekommen sind. Und anstatt sich dieser zu besinnen, versucht man es mit Aberglauben, weil man in der Not nicht noch lange über Werte reflektieren will. Man gibt seinen "Glauben" auf. Und klar, die Kirche wird lächerlich gemacht, aber nur aufgrund ihres Verhalten (anders als z.B. bei Buñuel - wie ich meine - denn hier hatte die Kirche von vornherein keine Chance). Das Jesus, weil aus der Mode gekommen, durch die Gegend geschmissen wird, ist lt. Film konsequent, aber nicht unbedingt wünschenswert. Immerhin, so spricht imo auch der Film, kann einem der arme Jesus ja leid tun. Also, ich belasse es jetzt einmal hierbei und möchte nur noch sagen, dass die "Feindbilder" evtl. gar nicht einmal so klar sind und teilweise evtl. auch nicht sein sollen. Deshalb auch keine Satire. Hier ist nicht allzu viel, so richtig klar. ... meine ich jedenfalls

 
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Posting Freak



Beiträge: 26
Angemeldet: 25.3.2002
Status: Offline

  erstellt am: 7.7.2002 um 16:41
quote:
Ganz ehrlich: Ich habe nie wirklich an Satire gedacht, weil der Film so auf mich nicht gewirkt hat.
Es ist imo ganz wie bei Buñuel, da wird auch ein gesellschaftsrelevantes Thema angegangen und es wird stark überzeichnet mit vielen surrealistischen Momenten. Aber, ich zumindest, habe Buñuel und das Wort Satire noch nicht allzu häufig in Verbindung gebraucht.


Zumindest beim frühen Bunuel würde ich ganze indeutig von Gesellschaftssatire sprechen. Da werden die (damals) aktuellen Autoritäten wie Kirche, Militär, Obrigkeit, Bürgertum etc. ziemlich direkt attackiert. Wie sehr das intellektuell durchdacht oder nur revolutionäre Attitüde ist, sei mal dahingestellt. Aber Satire ist es IMO auf jeden Fall. Beim späteren Bunuel ist das sicher anders. Die Pappkameraden, auf die er einprügelt, sind zwar noch die gleichen, die Gesellschaft rundherum hat sich aber verändert. Vielleicht auch ein Grund, warum mir der späte Bunuel, soweit ich ihn kenne, nur mässig gefällt. Da hat sich einer in seiner surreal-revolutionären Nische gemütlich eingerichtet und bleibt dort...

Witzigerweise hatten wir hier an der Uni vor ca. 2 Monaten die Probevorlesungen für die neue Professur in der Filmwissenschaft. Da hat einer einen Vortrag über Bunuel als typischen Vertreter einer kritischen post-68 Komik gehalten. War ziemlich ungereimt, weil er den alten Mann einfach zum Vertreter von 68 umfunktionieren wollte, was nun sicher falsch ist. Der Begriff Satire ist in dem Vortrag aber oft gefallen.

 
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Posting Freak



Beiträge: 75
Angemeldet: 16.2.2002
Status: Offline

  erstellt am: 7.7.2002 um 20:06
@simifilm

quote:
Zumindest beim frühen Bunuel würde ich ganze indeutig von Gesellschaftssatire sprechen


Das wäre ja dann "Ein Andalusischer Hund" und "Das Goldene Zeitalter". Hmm. Nun, für mich gehört zur Satire der konkrete Bezug, in eigentlich jeder Situation. Und gerade bei diesen Filmen, soweit ich sie verstehen konnte -man sie überhaupt verstehen kann, was eigentlich auch gegen die Satire spricht-, und soweit ich Buñuels Gedanken dazu kenne, sind sie in erster Linie surrealistisch und verfolgen kein konkretes Ziel. Es wäre ja dem surrealistischen Gedanken nicht sehr nahe, sich auf rationaler Ebene mit der Realität auseinanderzusetzten, dann festzustellen, dass Kritik erforderlich ist und dann in Form einer Satire zu äußern. Imo ist dies vielmehr das "Gegenteil" vom Surrealismus. Wenn etwas kritisiert wird, dann höchstens das menschliche Denken und die daraus resultierenden Handlungen allgemein. Aber doch nicht die Kirche ... Das einzige was passiert, ist die völlige Aufhebung jeglichen Respekts gegenüber ihr. Aber bewußt kritisiert wird doch nichts... Buñuel war in diesem Sinne doch auch kein Gegner der Kirche. Er hatte einfach nur keinen Respekt.
Satire würde für mich hier bedeuten: Der Respekt wird bewußt verwehrt, und diese Aufhebung als Mittel eingesetzt um auf einen Mißstand oder sonst etwas hinzuweisen. Ich glaube nicht, dass Buñuel sich sehr um irgendwelche Mißstände innerhalb der Kirche sorgte. Er fand´s wohl einfach lustig, mit gutem Recht.

[Editiert am 7/7/2002 von Murnau]

 
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Posting Freak



Beiträge: 26
Angemeldet: 25.3.2002
Status: Offline

  erstellt am: 7.7.2002 um 20:24
Wenn Jesus in einer de Sade-Szenerie auftaucht, liebesunfähige Grossbürger Statuen ablutschen und eine hochoffiziöse Zeremonie von einem wild kopulierenden Paar unterbrochen wird, würde ich schon von Satire sprechen. Vielleicht haben wir aber auch einfach einen zu unterschiedlichen Satire-Begriff.
 
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Posting Freak



Beiträge: 75
Angemeldet: 16.2.2002
Status: Offline

  erstellt am: 7.7.2002 um 23:17
Ok, in diesem Fall (de Sade) würde ich das auch so sehen. Aber, dass es so deutlich wird, ist selten! Die anderen beiden Beispiele finde ich teilweise schon wieder zu surrealistisch - soweit ich mich erinnern kann, mischen sich in diese Ablutsch-Szene ja auch wieder andere Bilder hinein ...,)- um sie als Satire zu betrachten...
ist ja auch egal .... ...
Songs ist ein wirklich interessanter und auf jeden Fall auch handwerklich beeindruckender Film. Ebenso wie das "Goldene Zeitalter" mit dieser imo birllianten Szene.
---

...
murnau



[Editiert am 7/7/2002 von Murnau]

 
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Posting Freak



Beiträge: 26
Angemeldet: 25.3.2002
Status: Offline

  erstellt am: 8.7.2002 um 06:36
Satire und Surrealismus schliessen sich ja keineswegs aus. Die wohl beste filmische Satire, Kubricks "Dr. Strangelove..." hat eindeutig surreale Züge.
 
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Posting Freak



Beiträge: 75
Angemeldet: 16.2.2002
Status: Offline

  erstellt am: 8.7.2002 um 20:51
Nein, ausschließen wäre vllt. auch nicht richtig. Aber imo, und nur imo, ist Satire keine Satire mehr, wenn der Surrealismus hinzu kommt und andersherum genauso. Beides verliert dann etwas! Aber sei´s drum, mich interssiert jetzt vielmehr, wo und wann "Dr. Strangelove ..." surreale Züge hat. Ich habe den Film vor einem Jahr das erste und letzte Mal gesehen - nicht weil ich ihn nicht mochte; denn du hast ganz Recht, es ist bestimmt eine der besten Satiren- und es kann sehr gut sein, dass ich es vergessen habe, aber ich kann mich nun an überhaupt nichts Surreales erinnen ... vllt. haben wir ja auch vom Surrealismus andere Vorstellungen...

[Editiert am 26/10/2003 von Murnau]

 
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Posting Freak



Beiträge: 26
Angemeldet: 25.3.2002
Status: Offline

  erstellt am: 9.7.2002 um 05:55
In "Dr. Strangelove" ist ja das ganze Setting (=Gleichgewicht des Schreckens) surreal. Und die Figuren sind es erst recht.
 
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