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Royal Tenenbaums, The

Royal Tenenbaums, TheUSA 2001, Regie: Wes Anderson

Die Tenenbaums sind eine Familie voller Wunderkinder, Chas Tenenbaum (Ben Stiller) ist ein Finanzgenie und hat als Teenager schon mehr Geld verdient, als ich das in meinem ganzen Leben tun werde, Ritchie (Luke Wilson) ist Tennisprofi und die adoptierte Margot (Gwyneth Paltrow) hat für ihre Drehbücher einen mit 50.000 $ dotierten Preis bekommen, da war Sie grade mal in der 9. Klasse. Doch hinter der Fassade von Ruhm und Reichtum lauert Verrat, Versagen und Selbsthass. Nachdem Familienoberhaupt Royal (Gene Hackman) seine Frau verlässt, geht alles den Bach hinunter und die Familie zerfällt.

Chas, seit dem Unfalltod seiner Frau stets auf grösste Sicherheit besorgt, lässt seinen beiden Söhnen keinen Freiraum, anstatt Fussball und Lausbubenstreiche gibt´s Intelligenztests und Probefeuerarlarm, bei dem die Kids früh morgens aus dem Bett gejagt werden, um schnellstmöglich das Haus zu verlassen ("4 Minutes, 48 seconds - we´re all dead, burnt to a crisp!"). Margot, verheiratet mit einem Psychiater, hat schon seit Jahren kein Drehbuch mehr verfasst und schliesst sich stundenlang im Bad ein, um heimlich zu rauchen.

Richie hat seine Tennis-Karriere beendet und schippert seit einem Jahr auf einem Oceanliner um die Welt, ohne zu wissen, was er eigentlich sucht. Doch plötzlich taucht Royal auf, um sich mit seiner Frau und Familie wieder zu versöhnen, er habe nur noch kurz zu leben, die Ärzte haben Krebs diagnostiziert...

Das (und noch mehr!) passiert alles in den ersten 10 Minuten des Films, dargestellt in einer aberwitzigen Montage rauschen die Lebensläufe und Ereignisse an einem vorbei, das man kaum Zeit hat mal Luft zu schnappen. Dannach wird das Tempo etwas gemächlicher, aber niemals schleppend, komödiantische Elemente geben sich die Hand mit tragischen Ereignissen und die Geschichte nimmt ihren Lauf.

Wes Anderson (dessen Rushmore schon andeutete, was in dem Mann steckt - sein erster Film, Bottle Rocket, war zwar nicht schlecht, aber insgesamt zu unausgegoren) zieht hier alle Register und schafft eine Tragik-Komödie, wie
Szenenbild
es Sie lange nicht gegeben hat. Die grossartigen Schauspieler tun ihr übriges, Gene Hackmann und Ben Stiller hervorzuheben wäre ungerecht, ich mach´s trotzdem, aber auch die restlichen darstellerischen Leistungen sind, bis in die kleinste Nebenrolle, hervorragend. Bill Murray gibt den Mann von Margot Tennenbaum, einen Psychater, der das "Heinsbergen Syndrome" erforscht, eine Mischung aus Amnesie, Farbenblindheit und Lernstörung. Dudley, sein "Experiment", folgt ihm auf schritt und tritt, da vollkommen hilf- und orientierungslos. In ähnlicher Weise anhänglich ist Pagoda, der "Diener" von Royal, der seinem Herren folgt, seit er Royal mal ein Messer zwischen die Rippen gestossen und anschliessend ins Krankenhaus getragen hat.

Auch formal gesehn ist der Film ein Genuss, warme Farben herrschen vor und die Musik passt hervorragend, egal ob bedächtliche Singer-Songwriter-Mucke oder die Ramones, die Szenen sind stimmig inszeniert.

Alles in allem ein grosses Stück Kino, das Drama nicht mit Langeweile verwechselt und den Humor großschreibt, ohne in Schenkelklopfer-Untiefen abzudriften.



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hinzugefügt: July 13th 2002
Autor: Bernd Rebscher
Punkte:
zugehöriger Link: Internet Movie Database (IMDb)
Hits: 6883
Sprache: deu

  

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Royal Tenenbaums, The
Veröffentlicht von Wildheart am 2002-07-14 13:54:05
Meine Wertung:



Nur ergänzend: Am 18.3.2002 hatte ich eine Fiomkritik in ciao.com geschrieben, aus der ich hier zitieren möchte, um meine Meinung etwasa deutlicher zu machen:



»Diese Geschichte wird erzählt, in Form von fünf Kapiteln, mit einem Erzähler. Doch was passiert in dieser Geschichte? Ehrlich gesagt: Nichts. Einfach: nichts. Es wird im wahrsten Sinn des Wortes nichts erzählt. Die Form für eine Erzählung ist gewahrt: Kapitel wie in einem Buch, das auch ständig eingeblendet wird, ein Mensch, der aus dem Off redet, Zelluloid, auf dem sich Personen bewegen, Sätze, die gesprochen werden, Gesichter, die sich verändern. Macht das heutzutage einen Film aus?



Anderson und Owen Wilson reihen einen nichtssagenden Dialog – wenn man das überhaupt so bezeichnen kann – an den anderen; sie wollen unbedingt etwas ins Bild setzen, aber letztlich setzen sie nichts anderes ins Bild als: nichts. Die Dialoge erschöpfen sich kaum erträglich in der Aneinanderreihung von – offenbar witzig gemeinten – Wortfetzen, so als ob da jemand ein Drehbuch mit dem Zufallsgenerator erzeugt hätte. Diese Worthülsen und Satzfetzen werden fein säuberlich arrangiert, und nochmals arrangiert, geschüttelt, wieder zusammengeschustert und heraus kommt dabei: nichts. Ich habe selten, eigentlich noch nie so viel Nichts in einem Film gesehen!




Der Film enthält keine Erzählung, keine Psychologie, keine Spannung, sondern nur eine Ahnung davon, dass es Filme gibt, die erzählen, psychologisieren und spannend sind. Ich will ja nicht böse sein, bin es aber trotzdem: »Viele Elemente in meinen Filmen sind Fundstücke, die in einer bestimmten Weise zusammengesetzt werden. Andere habe ich nur im Kopf, die müssen dann hergestellt werden. Eine nebensächliche Requisite, die nur für mich gebaut wird – das kann mir gute Laune machen.« Oder: »Nehmen Sie die Sequenz, in der Eli Cash, der postmoderne Westernschriftsteller, vollgedröhnt mit Meskalin auf einer Couch hängt. Diese Szene hatte ich schon sehr früh. Dann kam in meinem Kopf die Musik dazu, Eric Satie, sehr getragen. Und dann entdeckte ich ein wahnsinniges Bild in einer Galerie [...], fünf halbnackte Männer auf Motorrädern. [...] Das habe ich gekauft, das musste bei Eli Cash an der Wand hängen. Warum? Nun ja, es funktioniert beinah wie einer dieser Comic-Gedankenblasen, man kann in seinen Kopf hineinschauen. Im Kino ein Moment von wenigen Sekunden – aber nur so funktioniert es« (Originalton Wes Anderson) (1). So werden heute also Filme gemacht. Sind wir eigentlich im Kindergarten? Nein, denn Kindergartenkinder haben Phantasie und können ihre Intelligenz schon sehr gut einsetzen.




Flickschusterei. Ein paar aufgeschnappte Utensilien aller Art, ein paar winzige Beobachtungen bei Bekannten oder Freunden, ein aufgelesener Artikel in irgendeiner Zeitung, ein bisschen Alltagsweisheit, ein paar Vorurteile, ein Schuss seicht-moderner und niemanden schmerzender Kritik (also keiner Kritik), alles farbig zusammen gemixt, aneinander gereiht, zusammengeklebt – genau das ist »The Royal Tenenbaums«. Es ist schon frappierend und erschreckend, dass ausgerechnet der »Spiegel« in einem Interview mit Anderson schreibt, »der heilige amerikanische Familienmythos« bekäme in diesem Streifen »ganz schön sein Fett weg« (2). Wo? Frühreife Kinder, die wegen ihrer frühen Reife und dem versagenden Vater später Depressionen bekommen? Auch wieder lauter Flicken, zusammen gebastelt aus ein bisschen Küchenpsychologie à la »Fragen Sie Frau Sommer«.




FazitIch weigere mich, zu den schauspielerischen Leistungen der Stars, die in diesem Film zu sehen sind, irgend etwas zu schreiben. Das Urteil über sie ergibt sich aus dem bisher gesagten. Was an diesem Film Kritik am Familienmythos sein soll, verstehe ich absolut nicht. Aber vielleicht bin ich es, der zu dumm, zu alt, zu phantasielos, zu oberflächlich ist, um das zu kapieren. Etliche Mit-Kinogänger kicherten jedenfalls fast die gesamten 109 Minuten und wussten offensichtlich über die tiefere Bedeutung des Gezeigten Bescheid.



(1) Süddeutsche Zeitung, 13.3.2002.

(3) www.spiegel.de/kultur/kino/0,1518,186844,00«

Royal Tenenbaums, The
Veröffentlicht von Wildheart am 2002-07-14 13:41:57
Meine Wertung:



Um es ehrlich zu sagen: Ich mag diesen Film nicht. Der Regisseur hat sich in einigen Interviews zum Zustandekommen geäußert und mich in meinem Gefühl bestärkt: Hier wird Patchwork-Ideologie betriebe. Man besorgt sich ein paar Dinge, Charaktereigenschaften, Ereignisse und bildet daraus ein paar Charaktere, die mit größtenteils ziemlich dümmlichen Dialogen versehen eine Flickenteppich-Handlung konstruieren, mit der ich nun gar nichts mehr anfangen kann. Patchwork-Geschichten sind oft einfach nur "modern", Mode. Was soll''s?


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