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Oi!Warning

Oi!WarningDeutschland 1999
Regie: Ben & Dominik Reding


Oi!Warning, das Erstlingswerk der Zwillinge Ben und Dominik Reding, zeigt die Geschichte des Jugendlichen Janosch.

Plot:
Janosch flieht aus der schwäbisch-kleinbürgerlichen Idylle seines Elternhauses zu seinem Skin-Freund Koma nach Dortmund. Beeindruckt von Körperkult (Boxen), Kameradschaft und den Männerritualen (Saufen, Pogen, Schlagen) wird er selbst zur "Glatze".
In der neuen Schule, die er doch noch widerwilling besucht, lernt er Blanca kennen. Sie wird seine erste Freundin.
Nach einer Party eines Yuppie-Klassenkameraden lernt er den den Punk-Feuerspucker Zottel kennen. Als er schließlich dem Schmuddel-Image des Punks erliegt, kommt es zwischen den beiden zu einem One-Nite-Stand.
Koma, inzwischen Vater von Zwillingsmädchen geworden, beobachtet neidisch und argwöhnisch die Beziehung der beiden und beschließt Rache zu nehmen ...

Die Schwächen des Films liegen in seiner schlampigen Dialogführung und der manchmal nicht ganz stimmigen Dramaturgie und lassen das Ganze mehr an einen Schüler- oder Studentenfilm erinnern. Die technisch schwache Tonmischung an manchen Stellen ärgert zudem.

Doch nicht so schnell: Oi!Warning ist ein verwirrender Film, da er sich dem Thema Skins nicht aus sozialer und politischer, sondern aus ästhetischer Richtung nähert. Archaisch aussehende nackte Körper und Sequenzen, die an den Film noir erinnern, lassen zunächst die Vermutung aufkommen, hier werde Politik ästhetisch verbrämt. Dadurch bewegt sich der Film oft am Rande der Klischeeisierung.
Aber die Ästhetisierung der Skin-Szene liefert einen interessanten und sicher richtigen Ansatz zur Erklärung der Attraktivität der Skin-Szene für Jugendliche.

Der Protagonist Janosch erliegt nicht den politischen Inhalten der Skins (die auch an keiner Stelle thematisiert werden), sondern der Faszination von Männer- und Körperkult (Saufen, Schlagen, Boxen, männlich Aussehen), von Kameradschaft und Pogo. Angemerkt sei dabei, dass der Film nicht einer Triviliasierung der Skins Vorschub leistet, da er konsquent alles aus Sicht des Protagonisten beschreibt. Frauen haben in dieser Welt eigentlich nichts verloren, Beziehungen sind auf Körperkontakte beschränkt.

Genauso fasziniert Janosch der Freiheitsdrang des Punks Zottel, der tut, was er will, der sich nimmt, was er braucht und der sich auch dem Reinlichkeitsideal der bürgerlichen Welt entzieht, einem Relikt, dem sich sogar noch "seine" Skins verpflichtet fühlen.
Der Film tut deswegen gut, weil er sich dem politisch korrekten Mantra bewusst entzieht und nicht hersagt, was alle ohnehin schon wissen, dass nämlich Ausländerhass böse und Sich-Schlagen bescheuert ist.

So sind die Themen, um die sich der Film dreht nicht die die der Political Correctness und auch keine Sozialstudie der Skinszene, sondern Sexualität, Körperlichkeit und Selbstfindung (Freiheitsdrang) eines Jugendlichen. Dadurch steht Oi!Warning in einer Reihe mit den in letzter Zeit erschienen Neueren Deutschen Autorenfilmen "alaska.de" (Esther Gronenborn), "Vergiss Amerika" (Vanessa Jopp) und "Crazy" (Hans-Christian Schmid)

... ein sehenswerter, aber verbesserungswürdiger Film.
Wir dürfen auf den nächsten Film der Brüder Reding auf jeden Fall gespannt sein.


Szenenbild Szenenbild Szenenbild Szenenbild


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hinzugefügt: January 6th 2002
Autor: Wolfgang Melchior
Punkte:
zugehöriger Link: IMDB
Hits: 4944
Sprache: deu

  

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